1971 Henri Friedländer

Schriftkünstler und Typograf / Israel, Jerusalem

Der 1904 in Lyon geborene und 1996 in Jerusalem verstorbene Buchgestalter Henri Friedlaender, hatte bereits in frühen Jahren ersten Kontakt zu Typographie und Buchgestaltung in seiner Lehre des graphischen Handwerks. Neben seiner Arbeit als Handsetzer und Werksetzer, war er auch für die Hausdruckerei von Klingspor verantwortlich. Als anschließender typographischer Entwerfer bei Hartung in Hamburg zog er schließlich 1932 nach Holland und wurde Künstlerischer Leiter der Druckerei Mounton&Co. in Haag, wobei er unzählige typographische Arbeiten und Schriftgestaltungen mit deutschem Einfluss, sowie Fachbücher erschaffen hat. Auch während der Besatzungsjahre war es dem Buchgestalter wichtig, weiterhin seine Drucke und Schriftblätter zu drucken. Schließlich übernahm er 1950 die Leitung und den Aufbau der Hadassah Druckereifachschule in Jerusalem und widmete sich 1970 wieder endgültig der Buchgestaltung. Er selbst wollte nicht als Schriftkünstler, sondern als „Handwerker“ angesehen werden. Den Gutenberg-Preis der internationalen Gutenberg-Gesellschaft erhielt Henri Friedländer 1971 für hervorragende Leistungen im Sinne Gutenbergs. Als zweiter Gutenberg-Preisträger gilt Friedländer als eine wichtige Weichenstellung für die Internationalität des Preises.