1980 Helmuth Lehmann-Haupt

Buchhistoriker und Universitätsprofessor / Columbia, MO/USA

Der 1903 in Berlin geborene und 1992 in Columbia verstorbene Hellmut Lehmann-Haupt, war ein deutsch-amerikanischer Buchwissenschaftler und Autor. Nach seinem Studium war er 1928 Volontär im Gutenberg-Museum. Als der Buchwissenschaftler 1929, inspiriert durch den amerikanischen Druckhistoriker John Clyde, in die Vereinigten Staaten von Amerika übersiedelte, war er zunächst für die Encyclopedia Britannica tätig und arbeitete später als Kurator in der Abteilung für seltene Bücher an der Bibliothek der Columbia Universität. Besondere Bedeutung gilt ihm in Bezug auf das Schaffen der Grundlage für den Ausbau des westdeutschen Buchhandels, indem er 1945 im Dienst der US-Army Verlage und Buchbestände nach Frankfurt und Wiesbaden verlagerte. Im Jahr 1980 wurde er mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Mainz und der internationalen Gutenberg-Gesellschaft, für „die Arbeit als Gelehrter aber auch als Mann der Tat“, ausgezeichnet.