1996 John G. Dreyfus

Typograf und Druckhistoriker / London, Großbritannien

Der 1918 in London geborene und 2002 ebenda verstorbene Druckhistoriker erlernte an der Cambridge University Press  schon früh das Typographieren. Später arbeitete er dort als Assistenz und beteiligte sich zusätzlich an der Gestaltung des Kataloges für die Gutenberg-Jubiläumsaustellung mit dem Titel „Printing and the Mind of Man“. Immer wieder arbeitete er an Organisationen und Gestaltungen für Kataloge. Ab 1954 war er typographischer Berater für die Monotype Corporation, sowie Berater für das ganze europäische Gebiet des Limited Editions Clubs in New York. 21 Jahre später wurde er zum Präsidenten der Printing Historical Society in London gewählt. Durch seine zahlreichen Veröffentlichungen und Publikationen über historische und aktuelle Themen hat Dreyfus die Entwicklung von Bleisatz über Fotosatz bis zur digitalen Wiedergabe von Schriftzeichen aufgearbeitet. 1996 erhielt der Druckhistoriker den Gutenberg-Preis von der Stadt Mainz  und der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft.  In der Laudatio von Hermann Zapf wird Dreyfus als ein Mensch bezeichnet, welcher „nicht nur besonders eng mit Gutenberg verbunden ist, sondern auch mit den Wandlungen seiner Kunst in unserer Zeit.“