Gutenberg-Preis
Seit 1968 verleiht die Gutenberg-Gesellschaft zusammen mit der Stadt Mainz den Gutenberg-Preis der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und der Stadt Mainz für hervorragende künstlerische, technische und wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Druckkunst. Die Auszeichnung wurde anfänglich alle drei Jahre vergeben, seit 1994 dann im jährlichen Wechsel mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig, der ebenfalls herausragende buchkünstlerische Leistungen ehrt. Der Gutenberg-Preis ist dotiert mit 10.000 Euro.
Gutenberg-Preis 2026 der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft und der Landeshauptstadt Mainz geht an Erik Spiekermann
Erik Spiekermann ist Gestalter und Typograf, Schriftgestalter, Unternehmer und Autor von internationalem Rang. Einige seiner Schriften, wie FF Meta oder ITC Officina, werden als moderne Klassiker angesehen. Bereits in den frühen Jahren des Internets setzte er mit seinem Unternehmen FontShop Maßstäbe für den weltweiten Online-Vertrieb von Satzschriften und schuf damit nachhaltig die Infrastruktur des digitalen Type-Designs. Neben der Tätigkeit als Schriftgestalter hat Erik Spiekermann mit seinen Firmen MetaDesign und EdenSpiekermann das Erscheinungsbild großer Unternehmen und öffentlicher Institutionen geprägt. Er entwickelte zudem Schriftlösungen für Verkehrssysteme und Medien. Seit vielen Jahren setzt er sich für die Erhaltung des Buchdruckverfahrens ein.
Die Jury begründet ihre Entscheidung für Herrn Prof. Dr. h.c. Spiekermann damit, dass er als Vordenker in Sachen Verfügbarkeit von Schriften sowie als Inspirator von Generationen von Typedesignern – und selbst als ein bedeutender Typedesigner – sowohl in der digitalen als auch in der physisch-haptischen Welt zuhause ist.
Der Präsident der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase: „Wir freuen uns außerordentlich, dass nach Dr. Valentina Bochkovska mit Herrn Prof. Dr. h.c. Spiekermann ein herausragender Kopf und Pionier für prägende und stilbildende Schriften den Preis erhält. Als Designer und Gestalter arbeitet er international als „Maniac für Typographie“ und wird in seinem Bereich, der digitales Gestalten und Buchdruck verbindet, als würdiger Nachfolger Johannes Gutenbergs geführt, da er mit seinem Pioniergeist die schwarze Kunst weiterentwickelt hat.“
Die Laudatio wird die ehemalige Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Verlegerin des Verlags Hermann Schmidt, Frau Karin Schmidt-Friderichs halten.
Der Festakt findet am 20. Juni 2026, von 12:30–14 Uhr im Forstersaal des Kurfürstlichen Schlosses Mainz statt (Eingang über Diether-von-Isenburg-Str., barrierefreier Eingang über den Innenhof). Die Teilnahme erfolgt auf Einladung des Oberbürgermeisters Nino Haase. Mitglieder der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. haben exklusiven Zutritt.
Für Gäste der Preisverleihung ist bis einschließlich 22. Mai 2026 ein Hotelkontingent reserviert. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an die Geschäftsstelle.
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