Willkommen im "Gutenbergjahr 2018"

Im Jahr 2018 feiert die Landeshauptstadt Mainz ein ganz besonderes Jubiläum: Denn dann jährt sich der Todestag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Johannes Gutenberg, zum 550sten Mal. Im "Gutenbergjahr 2018" richtet sich der Blick auf die Vergangenheit, aber auch auf die Gegenwart und die Zukunft mit Social Media, 3D-Druck und Co. Dabei darf die Gutenberg-Gesellschaft natürlich nicht fehlen und wir bieten auch dieses Jahr wieder viele spannende Veranstaltungen an. Ein Highlight wird beispielsweise die Verleihung des Gutenberg-Preises traditionellerweise zu unserer Mitgliederversammlung am Samstag, den 23. Juni 2018. Da er seit 1968 verliehen wird, können wir dann mit 50 Jahren Gutenberg-Preis gleich ein weiteres Jubiläum feiern.

Im Pressebereich finden Sie aktuelle Pressereaktionen zum "Gutenbergjahr 2018".


 

Der aus Argentinien stammende Schriftsteller, Literaturdozent und Übersetzer Alberto Manguel erhält den Gutenberg-Preis 2018.

Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e. V. und die Landeshauptstadt Mainz verleihen den Gutenberg-Preis 2018 an den renommierten Literaten und Lese-Forscher Alberto Manguel.

Der mit 10.000 € dotierte Preis wird alle zwei Jahre (im Wechsel mit der Stadt Leipzig) an Persönlichkeiten vergeben, die sich im Bereich der Technikgeschichte, der Gestaltung, der wissenschaftlichen Erforschung der Vermittlung von Büchern in der Nachfolge Gutenbergs beschäftigen.

Der diesjährige Preisträger befasst sich seit Jahrzehnten mit der Buchkultur, mit der Geschichte des Lesens und der Leser, er erschließt die Geisteskultur der letzten 6.000 Jahre, indem er die vielfältigen geistigen Bezüge seit der ersten Medienrevolution (dem Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit) und die Schicksale der in zahlreichen Buchrollen, Büchern und Dateien verwobenen Gedanken, Erfahrungen, Wissen und Erzählungen zu einem großartigen Panorama der Menschheitsgeschichte über Generationen, Grenzen und Zeiten hinaus verbindet.

Die Feierlichkeiten anlässlich der Vergabe des Gutenberg-Preises mit Oberbürgermeister Michael Ebling finden am 23. Juni 2018 um 12.30 Uhr im Ratssaal des Mainzer Rathauses begleitet von der Mitgliederversammlung der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft statt.

Gutenberg-Preisträger Alberto Manguel im Interview: "Es ist der Nobelpreis der Nobelpreise":
http://www.deutschlandfunkkultur.de/gutenberg-preistraeger-alberto-manguel-es-ist-der.1270.de.html?dram:article_id=418421


 


Nachbericht Tagesexkursion zur Kabinettausstellung „Gutenberg in Göttingen“

Am Mittwoch, den 15. August 2018 war es endlich so weit: Mitglieder und Gäste der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft und, eine erfreuliche Neuerung, Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Gutenberg Stiftung sind zur Exkursion nach Göttingen aufgebrochen. Am Morgen ging es frohen Mutes im Reisebus mit Verpflegung los. Die Fahrt wurde durch Herrn Professor Füssel mit interessanten und lehrreichen Infos rund um Gutenberg sowie die ausgestellte Göttinger Gutenberg-Bibel bereichert. Nach einer reibungslosen Hinfahrt und Ankunft in Göttingen begaben wir uns auf den kurzen Weg zum Ausstellungsgebäude, der Paulinerkirche, die zwar einige Höhen und Tiefen erlebt, sich aber dennoch ihren historischen Flair erhalten und ihren Zweck als Bibliotheksgebäude und Ausstellungsort verdient hat.

Im abgedunkelten Chor der Kirche wurde uns dann die, nur noch bis 7. Oktober ausgestellte, Göttinger Gutenberg-Bibel näher vorgestellt, die seit 2001 Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes „Memory of the World“ ist. Dr. Johannes Mangei, Leiter der Abteilung Spezialsammlungen und Bestandserhaltung der SUB Göttingen, lieferte uns zahlreiche Informationen rund um die Rolle Gutenbergs sowie die Illumination und Entstehungsgeschichte der Bibel. Daneben konnten wir auch das rätselhafte Catholicon bewundern, bei dem es immer noch Unklarheiten über Entstehungsjahr, -ort und Drucker gibt. Nach der beeindruckenden Führung zu Gutenberg durften wir dann noch ein weiteres Glanzstück im historischen Gebäude der Paulinerkirche besichtigen: den Heyne-Saal, der sonst für die Öffentlichkeit geschlossen ist und einen der schönsten Bibliothekssäle Deutschlands beherbergt.

Von all den wunderbaren, seltenen Sehenswürdigkeiten beeindruckt ging es weiter zu einem netten Essen in der Altstadt, dem eine knappe, aber prägnante Stadtführung folgte. Dabei konnten wir die reichlich bemalte Halle des alten Rathauses bestaunen und erfuhren charmante Details über den Gänseliesel-Brunnen und die Entstehungsgeschichte der Universitätsstadt. Nach diesem abwechslungsreichen Sammelsurium an Informationen rund um Göttingen und vor allem über Gutenberg wollten wir eigentlich so unbehelligt wie auf der Hinfahrt zurück nach Mainz fahren, was uns leider durch erhöhtes Verkehrsaufkommen erschwert wurde. Dennoch wurde die Zeit für intensive Gespräche und Rekapitulationen genutzt, was von einer wunderbaren Hessen-Rundfahrt untermalt wurde, die letzten Endes doch noch in Mainz endete.