Wir verabschieden uns in die Weihnachtsferien

...und wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

In den letzten Tagen haben wir fleißig die Weihnachtspost für unsere Mitglieder verschickt, in der unter anderem der Veranstaltungskalender für das erste Halbjahr 2019 und die aktuellen Mitgliedskärtchen zu finden sind. Jetzt verabschieden wir uns in die Weihnachtspause und sind ab dem 8. Januar wieder zu den normalen Öffnungszeiten für Sie erreichbar.

Highlights des "Gutenbergjahres 2018"

Im Jahr 2018 feierte die Landeshauptstadt Mainz ein ganz besonderes Jubiläum: Denn  der Todestag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Johannes Gutenberg, jährte sich zum 550sten Mal. Im "Gutenbergjahr 2018" richtete sich der Blick auf die Vergangenheit, aber auch auf die Gegenwart und die Zukunft mit Social Media, 3D-Druck und Co. Dabei durfte die Gutenberg-Gesellschaft natürlich nicht fehlen und wir haben auch dieses Jahr wieder viele spannende Veranstaltungen angeboten. Zwei Highlights haben wir für Sie hier zusammengefasst.

Verleihung des Gutenberg-Preises 2018 und Verleihung der Ehrenmitgliedschaft

Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e. V. und die Landeshauptstadt Mainz haben am 23. Juni 2018 den Gutenberg-Preis an den renommierten Literaten und Lese-Forscher Alberto Manguel vergeben.

Zusätzlich ehrte die Internationale Gutenberg-Gesellschaft am 8. November 2018 die Buchbindemeisterin und Schriftkünstlerin Gudrun Zapf-von Hesse mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Gutenberg-Gesellschaft. Frau Zapf-von Hesse leistete mit ihrem Lebenswerk wichtige Beiträge zur Schirft- und Druckkunst. Gerade in diesem besonderen Gutenberg-Jahr 2018 richtet sich der Blick auf solche Persönlichkeiten, die die Kunst und das Erbe Gutenbergs erhalten, fördern und auch weiterentwickeln.

Gudrun Zapf-von Hesse, geboren am 2. Januar 1918 in Schwerin, ist als Schriftkünstlerin international bekannt. Sie wurde 1991 mit der höchsten amerikanischen Auszeichnung auf dem Gebiet der Schrift- und Buchkunst, dem Frederic W. Goudy Award, geehrt und erhielt 2016 (gemeinsam mit Hermann Zapf posthum) als erste deutsche Auszeichnung den Kunstpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung.Ihr Weg zu diesem internationalen Prestige führte sie von einer Lehre bei dem renommierten Weimarer Einbandkünstler Otto Dorfner (1937-1940) über eine Anstellung als Dozentin für Schrift und Schriftgestaltung an der Frankfurter Städel-Hochschule (1946-1954). Zusätzlich hat sie sich autodidaktisch das Schriftschreiben beigebracht, betrieb eine eigene Buchbinderwerkstatt in Frankfurt und entwarf zahlreiche Schriften, zuletzt ihre erste digitale Schrift, die Hesse Antiqua.

Die Ehrenmitgliedschaft der internationalen Gutenberg-Gesellschaft wird nur äußerst selten verliehen. Mit dieser exklusiven Auszeichnung drückt die Gutenberg-Gesellschaft die große Bewunderung für Frau Zapf-von Hesse und ihr Wirken aus.

Nachbericht Tagesexkursion zur Kabinettausstellung „Gutenberg in Göttingen“

Am Mittwoch, den 15. August 2018 war es endlich so weit: Mitglieder und Gäste der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft und, eine erfreuliche Neuerung, Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Gutenberg Stiftung sind zur Exkursion nach Göttingen aufgebrochen. Am Morgen ging es frohen Mutes im Reisebus mit Verpflegung los. Die Fahrt wurde durch Herrn Professor Füssel mit interessanten und lehrreichen Infos rund um Gutenberg sowie die ausgestellte Göttinger Gutenberg-Bibel bereichert. Nach einer reibungslosen Hinfahrt und Ankunft in Göttingen begaben wir uns auf den kurzen Weg zum Ausstellungsgebäude, der Paulinerkirche, die zwar einige Höhen und Tiefen erlebt, sich aber dennoch ihren historischen Flair erhalten und ihren Zweck als Bibliotheksgebäude und Ausstellungsort verdient hat.

Im abgedunkelten Chor der Kirche wurde uns dann die, nur noch bis 7. Oktober ausgestellte, Göttinger Gutenberg-Bibel näher vorgestellt, die seit 2001 Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes „Memory of the World“ ist. Dr. Johannes Mangei, Leiter der Abteilung Spezialsammlungen und Bestandserhaltung der SUB Göttingen, lieferte uns zahlreiche Informationen rund um die Rolle Gutenbergs sowie die Illumination und Entstehungsgeschichte der Bibel. Daneben konnten wir auch das rätselhafte Catholicon bewundern, bei dem es immer noch Unklarheiten über Entstehungsjahr, -ort und Drucker gibt. Nach der beeindruckenden Führung zu Gutenberg durften wir dann noch ein weiteres Glanzstück im historischen Gebäude der Paulinerkirche besichtigen: den Heyne-Saal, der sonst für die Öffentlichkeit geschlossen ist und einen der schönsten Bibliothekssäle Deutschlands beherbergt.

Von all den wunderbaren, seltenen Sehenswürdigkeiten beeindruckt ging es weiter zu einem netten Essen in der Altstadt, dem eine knappe, aber prägnante Stadtführung folgte. Dabei konnten wir die reichlich bemalte Halle des alten Rathauses bestaunen und erfuhren charmante Details über den Gänseliesel-Brunnen und die Entstehungsgeschichte der Universitätsstadt. Nach diesem abwechslungsreichen Sammelsurium an Informationen rund um Göttingen und vor allem über Gutenberg wollten wir eigentlich so unbehelligt wie auf der Hinfahrt zurück nach Mainz fahren, was uns leider durch erhöhtes Verkehrsaufkommen erschwert wurde. Dennoch wurde die Zeit für intensive Gespräche und Rekapitulationen genutzt, was von einer wunderbaren Hessen-Rundfahrt untermalt wurde, die letzten Endes doch noch in Mainz endete.