Gutenberg-Preis

Seit 1968 verleiht die Gutenberg-Gesellschaft zusammen mit der Stadt Mainz den Gutenberg-Preis der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und der Stadt Mainz für hervorragende künstlerische, technische und wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Druckkunst. Die Auszeichnung wurde anfänglich alle drei Jahre vergeben, seit 1994 dann im jährlichen Wechsel mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig, der ebenfalls herausragende buchkünstlerische Leistungen ehrt. Der Gutenberg-Preis ist dotiert mit 10.000 Euro.

Gutenberg-Preis 2018

Alberto Manguel, geboren 1948 in Buenos Aires, wuchs in Israel und Argentinien auf und ist seit 1988 kanadischer Staatsbürger. In mehreren Sprachen zuhause, wirkte er u. a. in Buenos Aires, Paris, Mailand, London und Toronto als Verlagslektor, Literaturdozent und Übersetzer; seit 2016 ist er Direktor der argentinischen Nationalbibliothek und damit der Nachfolger des legendären Jorge L. Borges, dem blinden Bibliothekar der Argentinischen Bibliothek, dem der junge Alberto Manguel als Vorleser zur Seite stand.
Mit seinem Buch „Die Geschichte des Lesens“ schuf Alberto Manguel 1998 eine Verführung zum Lesen, die in 36 Sprachen übersetzt wurde. Soeben ist zu seinem 70. Geburtstag eine Liebeserklärung an seine eigene, 35.000 Bücher umfassende Bibliothek unter dem Titel „Die verborgene Bibliothek. Eine Elegie und zehn Abschweifungen“ (Packing My Library: An Elegy and Ten Digressions, New Haven: Yale University Press), Frankfurt am Main, S. Fischer 2018 erschienen.