Gutenberg-Jahrbuch

Gutenberg-Jahrbuch 2025

Am 21. Juni 2025 wurde auf der jährlichen Mitgliederversammlung der aktuelle Band des Gutenberg-Jahrbuchs von Prof. Dr. Gerhard Lauer vorgestellt. Mit dem Erscheinen des Gutenberg-Jahrbuchs 2025 feiert die Internationale Gutenberg-Gesellschaft in Mainz ein besonderes Jubiläum: Der 100. Band der traditionsreichen Reihe dokumentiert eindrucksvoll die Kontinuität und Aktualität der internationalen Buch- und Druckforschung. Seit 1926 begleitet das Jahrbuch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der Typografie, der Schriftkultur und der Druckkunst – und stellt damit eines der weltweit führenden Fachorgane auf diesem Gebiet dar.

Die 425 Seiten schwere Jubiläumsausgabe umfasst über 25 internationale Beiträge (zum Inhaltsverzeichnis) und deckt ein breites Themenspektrum ab: von der Gutenberg-Bibel über Fragen zur Frühdrucktechnik bis hin zu neuen Erkenntnissen zur Rolle des Buchdrucks im 19. Jahrhundert. Einleitend würdigt Gundula Gause die Arbeit von Gutenberg-Preisträgerin Dr. Valentyna Bochkovska, Direktorin des Museums für Buch und Druck in Kyjiw. Es folgen Studien zu Gutenberg, zu bislang unbekannten Inkunabeln, zu typographischen Entwicklungen und zur Rezeption des Drucks im Kontext nationalistischer Bewegungen.

Die Mitglieder der GG erhalten das Jahrbuch als Mitgliedergabe zugesandt. Bestellungen sind über das an die Geschäftsstelle gesandte Bestellformular zum Preis von 115,00 € beziehungsweise € 85,00 € für Mitglieder möglich (Preise zzgl. Porto).


Das Gutenberg-Jahrbuch 2024

Das Gutenberg-Jahrbuch 2024 publizierte Beiträge zu unbekannten Aspekten der Werkbiographie Gutenbergs, zu Traditionen der Drucktechnik in Asien, zu neuen Methoden der Druckgeschichtsforschung, zur Frage, warum sich gebrochene Schriften in den deutschsprachigen Ländern so lange gehalten haben, zur Rolle des Drucks von Ablassbriefen, zum Destillierbuch von Michael Puff von Schrick, zu neuaufgefunden Inkunabeln in der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg und zu reich geschmückten italienischen Frühdrucken in Nürnberg. Weitere Beiträge gehen dem Rätsel einer von Aldus Manutius edierten Erstausgabe der Orationes des Demosthenes nach, der Bedeutung der Werke des paduanischen Arztes Girolamo Capivaccio für die deutsche Ärzteschaft im 16. Jahrhundert, den Fälschungen von Werkausgaben der Schriften Montesquieus im 18. Jahrhundert und der Globalgeschichte des Buchbesitzes und Lesens in den europäischen Kolonien. Beiträge zur Geschichte der Typografie, besonders den von Konrad Haelber herausgegebenen Alben zur frühen Drucktechnik, den Schriftproben in der Sammlung Möllenstädt im Deutschen Technikmuseum und zur Neukonzeption der Ausstellung zur Drucktechnik im Deutschen Museum in München erweitern das Themenspektrum des Jahrbuchs. Die Bibliographie zur Inkunabelforschung 2023 schließt den Band ab. Typografie und Satz hat Daniel Reynolds gestaltet.


Das Gutenberg-Jahrbuch ist das zentrale wissenschaftliche Publikationsorgan der internationalen Gutenberg-Forschung und wurde 1926 von Aloys Ruppel im Namen der Gutenberg-Gesellschaft gegründet. 

Das Jahrbuch veröffentlicht Fachbeiträge in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Wissenschaftlich verantwortlicher Herausgeber des Jahrbuchs ist Prof. Dr. Gerhard Lauer vom Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien (Abteilung Buchwissenschaft) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Neben Beiträgen zu Leben und Werk Johannes Gutenbergs und Ergebnissen der Inkunabel-Forschung umfasst der Themenkreis des Jahrbuchs eine weit gefächerte Palette: Geschichte des Buchdrucks von den Anfängen bis zur Gegenwart, Papiergeschichte, Bibliotheksgeschichte, Buchhandels- und Verlagsgeschichte, Geschichte der Schrift, moderne Setz- und Druckverfahren, Entwicklungen in der Typografie und in den Neuen Medien, Buchillustration, Bucheinband, Zeitungs- und Pressewesen, Literaturberichte zum Buchdruck und zur Einbandkunde und Beiträge zur Geschichte des Lesens.

Das Jahrbuch wird jeweils aufwändig typografisch gestaltet und ist hochwertig ausgestattet durch herausragende Typografen wie u. a. Karl Klingspor, Christian Heinrich Kleukens, Max Caflisch und Ralf de Jong. Die Mitglieder der Gutenberg-Gesellschaft erhalten das Jahrbuch als Mitgliedergabe.

Bestellungen

Für Bestellungen verwenden Sie bitte unser Bestellformular. Alle lieferbaren Titel der Gutenberg-Gesellschaft mit Preisangaben finden Sie in unserem Gesamtverzeichnis.

Autoren

Das Gutenberg-Jahrbuch veröffentlicht Beiträge in deutscher, englischer, französischer, italienischer, spanischer und lateinischer Sprache. Die Autorinnen und Autoren werden gebeten, ihre Manuskripte nach den angeführten Richtlinien (PDF) und in digitalisierter Form (auf CD-ROM oder über E-Mail als angehängte Datei) zu senden an: jahrbuch@gutenberg-gesellschaft.de
Der Einsendetermin für Manuskripte ist jeweils der 30. September des Vorjahres. Das Gutenberg-Jahrbuch erscheint jährlich zur Mitgliederversammlung der Gutenberg-Gesellschaft um den 24. Juni.